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Mannschaftssport Erwachsene   Marburg-Biedenkopf

03.05.2026
Die Silber-Ladies aus Angelburg

Tina Acker, Verena Hartmann und „Gastspielerin“ Nikola Jäckel wiederholen Vorjahreserfolg bei den Deutschen Meisterschaften

Foto: v.l. Verena Hartmann, Nikola Jäckel, Tina Acker

Sittensen: Im niedersächsischen Sittensen gelang der Seniorinnen-Mannschaft des TTV Angelburg nach der Premiere im vergangenen Jahr erneut der Finaleinzug in der Altersklasse Ü40. Tina Acker und Verena Hartmann hatten sich für die diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften mit Nikola Jäckel von der DJK Heusweiler (Saarland) spielstarke Verstärkung geholt. Dies ist durch ein Zweitspielrecht im Seniorenbereich seit einigen Jahren möglich. Jäckel schlug in dieser Saison in der Oberliga Südwest der Herren auf und erspielte an Position drei eine beachtliche 9:19-Bilanz. Dass es nicht zum ganz großen Triumph reichte lag an der Zweitligaspielerin Alexandra Schankula aus Stuttgart.

Zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften, die am ersten Mai-Wochenende im zwischen Bremen und Hamburg gelegenen Sittensen ausgetragen wurden, kam es direkt zur Neuauflage des Vorjahresfinals gegen die Mannschaft des TSV Niendorf (Hamburg). Die Titelverteidigerinnen der vergangenen beiden Jahre traten jedoch ohne Spitzenspielerin Ding Min an. So gingen die Hinterländerinnen als Favorit in die Partie und wurden dieser Rolle vollauf gerecht. Jäckel punktete im ersten Einzel glatt, während Niendorfs Nummer eins Nicola Kölln ihrerseits in drei Sätzen gegen Acker ausglich. Im spannenden Doppel mussten Jäckel / Hartmann gegen Decker / Decker aufgrund von zwei 11:13-Satzniederlagen in den finalen Durchgang, den das TTV-Duo mit 11:7 sicher gewann. Das Spitzeneinzel zwischen Jäckel und Kölln war dann ebenfalls von Dramatik gespickt. Das 11:9 im ersten Satz glich die Niendorferin mit 11:8 aus und auch nach Jäckels 11:4 ließ sich Kölln nicht abschütteln und erkämpfte sich mit 12:10 den Entscheidungssatz. Dort glänzte die Saarländerin in Angelburger Diensten mit einem perfekten Spiel und gewann den Siegpunkt. Nach diesem Auftakterfolg legte das TTV-Trio gegen die Leutzscher Füchse aus Leipzig sowie den TSV Watenbüttel mit glatten 3:0-Siegen nach. Wenn auch in beiden Doppeln Acker / Hartmann jeweils über die volle Distanz gehen mussten. Das Ziel als Gruppensieger in das Halbfinale einzuziehen war erreicht. „Da wir uns in diesem Jahr mit Nikola noch verstärkt haben, war unser Ziel, auch diesmal vorne mitzuspielen“, erklärte eine realistisch ambitionierte Acker, die berichtete, wie es zur Angelburger Senioren-Spielberechtigung für ihre neue Teamkollegin kam: „Ich kenne Nikola schon aus der Schüler- und Jugendzeit und habe mit ihr auch schon gemeinsam bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften gespielt. 2019 und 2023 haben wir sogar den Titel gewinnen können.“

Am Sonntag wartete mit dem ESV München- Freimann das Team mit der wohl weitesten Anreise. Die Bayern hatten mit der Südhessin Ellen Smolka ebenfalls eine Gastspielerin „verpflichtet“, die aber nur im Doppel zum Einsatz kam. Dort aber dem Duo Acker / Hartmann einen Viersatzsieg abtrotzten. Zuvor setzte sich Acker mit 3:2 und Jäckel in drei knappen Sätzen zur beruhigenden 2:0-Führung durch. Jäckel gab im Anschluss dann erneut keinen Satz ab. Damit war das Endspiel gegen Topfavorit TSV Betzingen erreicht, die sich mit dem gleichen Ergebnis gegen Niendorf durchsetzten. Betzingen, ein Reutlinger Stadtteil, hatte mit Alexandra Schankula die stärkste Spielerin des Turniers in seinen Reihen. „Uns war klar, dass das Finale ein schweres Match werden würde, das vermutlich im Doppel entschieden werden würde“, so Acker. Im ersten Einzel konnte Hartmann gegen Schankula lediglich im zweiten Satz (7:11) etwas mithalten. Parallel setzte sich Jäckel trotz großer Gegenwehr gegen Natalie Weichel mit 13:11, 4:11, 11:5 und 11:9 durch. Im spannungsgeladenen Doppel verpassten Jäckel / Hartmann dann etwas den Start und lagen nach einem 6:11 und 8:11 mit 0:2 in Rückstand. Satz drei holten sich die beiden Angelburgerinnen und waren im vierten Satz nahe am Erfolg, doch am Ende behielten die Baden-Württembergerinnen mit 13:11 die Oberhand. „Nikola hat danach gegen Schankula noch einmal alles versucht, aber leider in drei knappen Sätzen (7:11, 12:14, 9:11) verloren. Wir sind aber super zufrieden mit unserer Leistung und hatten wieder viel Spaß zusammen“, zeigte sich Acker, die sich bereits auf das nächste Tischtennis-Highlight freut, wenig enttäuscht: „An Fronleichnam treffen wir uns alle wieder bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Senioren im Rahmen der TT-Finals in Erfurt.“

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